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Thailand / Einreise-Bestimmungen

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Thailand

Einreise-Bestimmungen / Einreise ohne Visum

ohne Visum nach Thailand einreisen und sich bis zu 30 Tagen im Land aufhalten:

Ägypten, Algerien, Argentinien, Australien, Bahrain, Belgien, Brasilien, Brunei, Burma, Kanada, Deutschland, Dänemark, Fiji, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Indonesien, Israel, Italien, Japan, Jordanien, Kenia, Kuwait, Luxembourg, Malaysia, Mexico, Neuseeland, Nigeria, Norwegen, Oman, ?sterreich, Papua Neu-Guinea, Philippinen, Portugal, Qatar, Süd-Korea, Saudi-Arabien, Senegal, Singapur, Sudan, Schweden, Schweiz, Tunesien, Türkei, UAE, USA, Vanatu, Western Samoa, Yemen.

In den thailändischen Bestimmungen steht geschrieben, dass alle Touristen über ein Rück- oder Ausflugticket verfügen müssen. Ausserdem gibt es Bestimmungen über Mindestgeldbeträge (der Gegenwert von 400 US-Dollar), die einreisende Touristen mit sich führen müssen. Bei Einreisenden aus Europa, Nord-Amerika oder Australien wird aber praktisch nie kontrolliert, ob sie über Ticket und ausreichend Geld verfügen. An allen Grenzübergängen kann jedoch beobachtet werden, dass bei Staatsangehörigen aus dem Nahen Osten, aus Indien oder anderen armen asiatischen oder afrikanischen Ländern sehr wohl überprüft wird, ob sie ein Rückflugticket und ausreichend Geld mit sich führen.

Die Aufenthaltsgenehmigung für 30 Tage kann nicht verlängert werden. Wer länger als 30 Tage im Land bleiben will, muss sich in der Regel schon vor der Einreise ein Visum ausstellen lassen.

Wer länger in Thailand bleibt als im Einreisestempel als erlaubt ausgewiesen, hat bei der Ausreise am Flughafen oder anderen Grenzkontrollstellen pro zusätzlichem Aufenthaltstag eine Gebühr von 100 Baht zu entrichten.

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Einreise-Bestimmungen / Visum bei Ankunft

80 Ländern, die im Anschluss gelistet sind, erhalten laut einer Sonderregelung, die seit dem 1. Oktober 1987 in Kraft ist, von dem Immigrationsbüro auf dem Don-Muang-Flughafen (nur dort) ein Visum für einen touristischen Aufenthalt von bis zu 15 Tagen. Selbstredend ist dies eine Regelung, die nur auf Bürger solcher Staaten zutrifft, für die ein visafreier Aufenthalt von bis zu 30 Tagen nicht vorgesehen ist.

Für das 15-Tage-Visum ist eine Gebühr von 300 Baht zu bezahlen. Ein Antragsformular muss ausgefüllt und ein Passbild beigefügt werden.

Nach Kontinenten geordnet, betrifft die Regelung die folgenden Länder:

Europa: Andorra; Liechtenstein; Malta; Monaco; San Marino; den Vatikan; und Zypern.

Amerika: Antigua & Barbuda; Bahamas; Barbados; Belize; Bolivien; Chile; Costa Rica; Dominica; Ecuador; Grenada; Guatemala; Haiti; Honduras; Jamaika; Kolumbien; Panama; Paraguay; Peru; St. Christopher & Navis; St. Lucia; St. Vincent & die Grenadinen; Suriname; Trinidad & Tobago; Uruguay; und Venezuela.

Asien: Bangladesh; Bhutan; Indien; die Malediven; Nepal; und Pakistan.

Afrika: Äquatorial-Guinea; Botswana; Buginafaso; Burundi; Chad; Godkivoa; Djibouti; Gabun; Gambia; Guinea; Guinea Bissau; Kamerun; die Kapverdischen Inseln; die Komoren; Lesotho; Liberia; Malawi; Mali; Mauritius; Morokko; Niger; Rwanda; Sao Tome & Principe; die Seychellen; Sierra Leone; Somalia; Süd-Afrika; Swaziland; Tansania; Togo; Uganda; Zaire; Zambia; die Zentralafrikanische Republik; und Zimbabwe.

Pazifik: Kiribati; Nauru; Tonga; Solomon Islands; und Tuvalu.

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Einreise-Bestimmungen / Touristenvisum

vor der Einreise ein Visum besorgen. Visen werden von allen thailändischen Botschaften und Konsulaten ausgestellt. Es ist nicht erforderlich, dass man sich des Visum im eigenen Heimatland ausstellen lässt. Normalerweise dauert die Bearbeitung eines Visa-Antrags einen Tag.

Ein normales Touristen-Visum erlaubt einen Aufenthalt von 60 Tagen. Die Einreise muss innerhalb von 90 Tagen ab dem Ausstellungsdatum erfolgen, sonst verliert das Visum seine Gültigkeit.

Das Touristen-Visum kann einmal um einen Monat verlängert werden. Das Hauptbüro der Ausländer-Behörde (Immigration) ist in Bangkok in der Soi Suan Phlu, einer Seitenstrasse der Sathorn Thai Road. Visaverlängerungen können aber auch auf Phuket, Samui, in Pattaya, in Chiang Mai und praktisch jeder Provinz-Hauptstadt erledigt werden.

Die Visaverlängerungen sind ausgesprochen einfach. Man füllt lediglich ein Antragsformular aus, fügt ein Passbild bei und bezahlt die Gebühr von 500 Baht. Je nach Betrieb dauert die Prozedur eine bis zwei Stunden. Erklärungen werden nicht verlangt, auch wenn es die zehnte oder zwanzigste Visaverlängerung ist - von jeweils zwei auf drei Monate.

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Einreise-Bestimmungen / Regelmassige Ausreise

kurze Ausreise nicht herum. Das gilt nicht nur für diejenigen, die sich mit einem Touristenvisum im Land aufhalten, sondern auch für alle, die legal im Land arbeiten, nicht aber über eine Dauer-Aufenthaltsgenehmigung verfügen. (Dauer-Aufenthaltsgenehmigungen sind schwer zu erhalten.)

Jeden Tag sind es deshalb -zig Ausländer, die das Land verlassen, nur um sich an die Drei-Monate-Bestimmung zu halten. Die meisten fahren oder fliegen nach Penang in Malaysia. Das Thai-Konsulat in Georgetown, der Hauptstadt der Insel Penang, ist bekannt dafür, dass Visen besonders zügig ausgestellt werden.

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Einreise-Bestimmungen / Non-Immigrant-Visum

Fehlbenennung. Denn ein Non-Immigrant (Nicht-Immigrant) ist ein Immigrant, aber einer, der nicht über eine Dauer-Aufenthaltsgenehmigung verfügt. Ein Non-Immigrant-Visum erlaubt einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen. Nur zum Non-Immigrant-Visum, nicht aber zum Touristen-Visum, kann man eine Arbeitserlaubnis beantragen.

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Einreise-Bestimmungen / Jahresvisum

verheiratet sind, können ein Ein-Jahres-Visum beantragen. Dabei muss der Antragsteller weniger Papiere beibringen als der thailändische Ehepartner.

Die folgenden Dokumente werden benötigt und sollten im Original und zusätzlich als Photokopie vorgelegt werden: 1. Heiratsvertrag (marriage contract), 2. die Hausregistrierung des thailändischen Ehepartners (tabian bahn), 3. der Personalausweis des thailändischen Ehepartners (ID), 4. die Geburtsurkunde des thailändischen Ehepartners, 5. der Reisepass des ausländischen Ehepartners.

Der ausländische Ehepartner muss nachweisen, dass er/sie über die Mittel verfügt, sich längerfristig in Thailand aufzuhalten (das Jahres-Visum beinhaltet keine Arbeitserlaubnis); als angemessen und zureichend wird die Vorlage eines Bankbuches angesehen, das eine Gutschrift von mindestens 150.000 Baht aufweist. Ausserdem wird vom Antragsteller ein Passphoto gebraucht.

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Einreise-Bestimmungen / Zollbestimmungen

Drogen; aber auch der Import von obszöner Literatur, obszönen Bildern und obszönen Artikeln ist nicht erlaubt.

Erlaubt ist die Einfuhr von Gütern des persönlichen Bedarfs innerhalb vernünftiger Grenzen. Pro Person darf nach den Buchstaben des Gesetzes eine Photo-, Film oder Videokamera eingeführt werden, ausserdem fünf Rollen Photofilm oder drei Kassetten Video- oder Super-8-Film. Erlaubt sind des weiteren pro Person 200 Zigaretten oder 250 Gramm Tabak, sowie ein Liter Schnaps und ein Liter Wein.

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Einreise-Bestimmungen / Export von Kunst und Antiquitaten

Kunst oder Kitsch handelt, oder wie hoch der Handelswert einer Buddha-Statue ist. Um diese Bestimmung zu verstehen, muss man wissen, dass in Thailand alle Buddha-Statuen nicht nur als heilig, sondern darüberhinaus als individuell belebt angesehen werden.

Streng reguliert ist auch die Ausfuhr von Kunstgegenständen oder Antiquitäten, die als Teil des kulturellen Erbes Thailands eingestuft werden, selbst wenn es sich dabei nicht um Buddha-Statuen handelt. In allen Zweifelsfällen muss vor dem Export eines Kunstgegenstand oder einer Antiquität eine Lizenz vom Department of Fine Arts beantragt werden. Zu diesem Zwecke muss der Kunstgegenstand oder die Antiquität dem Nationalmuseum in Bangkok (Tel 224-1370 und 224-1333), dem Chiang Mai Nationalmuseum (Tel 053 / 22-1308) oder dem Songkhla Nationalmuseum (Tel 074 / 31-1728) wenigstens fünf Tage vor dem geplanten Export zur Begutachtung vorgelegt werden.

Erforderlich ist das Ausfüllen eines Formulars zur Beantragung der Lizenz. Dem Formular beizufügen sind 2 Vorderansichts-Photos in Postkartengrösse des/der Objekt(e), für welche(s) die Lizenz beantragt wird. Bis zu 5 kleinere Objekte dürfen auf einem Photo zusammengefasst werden. Ausserdem ist eine Photokopie des Passes derjenigen Person beizulegen, die das Objekt oder die Objekte ausser Landes bringen will.

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Reise-Informationen / Essen in Thailand / Restaurant-Sitten

besten und komfortabelsten mit dem Zug. Zugreisen in Thailand sind billig (aber ein kleines bisschen teurer als Busreisen), schnell (aber auf den meisten Strecken um etwa 20 % langsamer als Busreisen) und der Verkehr ist verlässlich (obwohl im Gegensatz zum Sprichwort nicht pünktlich wie die Eisenbahn).

Bangkoks Hua-Lamphong-
Hauptbahnhof
an der Rama IV Road ist der Mittelpunkt für den gesamten thailändischen Zugverkehr. Alle Linien haben hier ihren Ausgangs-, beziehungsweise Endpunkt. Um von einem Landesteil in den anderen zu reisen, wird man stets an Bangkoks Hua-Lamphong- Hauptbahnhof umsteigen müssen, selbst wenn es zwischen den Landesteilen eine kürzere Luftlinien-Verbindung geben sollte.

Das Streckennetz der State Railway of Thailand ist in eine Süd-Linie, eine Nord-Linie, eine Nordost-Linie, eine Ost-Linie und eine kurze West-Linie unterteilt. Es gibt nur sehr wenige Streckenverzweigungen. Die Nordost-Linie ist etwa auf halber Strecke verzweigt, wobei es in einer Richtung nach Nong Khai, gegenüber der laotischen Hauptstadt Vientiane, geht, und in der anderen nach Ubon Ratchathani.

Die östliche Hauptlinie führt nach Aranyaprathet an der kambodschanischen Grenze, und man könnte auf dieser Strecke bis in die kambodschanische Hauptstadt Phnom Penh weiterfahren, wäre die kambodschanische Eisenbahnlinie während des langen Bürgerkriegs dieses Landes nicht so stark zerbombt worden. Eine Abzweigung der Ost-Linie führt an Pattaya vorbei.

Die Nord-Linie führt direkt nach Chiang Mai, ohne dass es eine Abzweigung geben würde. Die West-Linie führt bis Nam Tok, einem kleinen Ort in der Kanchanaburi-Provinz. Wirtschaftlich von Bedeutung ist diese Strecke aber nur bis Kanchanaburi, wo während des Zweiten Weltkriegs Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter die berüchtigte Brücke über den River Kwai bauten.

Die Süd-Linie verbindet Thailand bei Padang Besar und bei Sungai Kolok mit Malaysia. Es gibt seit 1993 keinen direkten Zug mehr von Bangkok nach Butterworth, der malaysischen Stadt gegenüber der Insel Penang. Wer also mit dem Zug nach Malaysia will, muss am Grenzkontrollpunkt in Padang Besar umsteigen.

In der thailändischen Eisenbahn gibt es drei Klassen, die Erste, Zweite und Dritte, wobei es jedoch für die Zweite eine klimatisierte und eine nicht klimatisierte Unterklasse gibt. Die Fahrpreise für die klimatisierte Zweite Klasse betragen ungefähr das Doppelte der Fahrpreise für die Dritte, und die Fahrpreise der Ersten das Doppelte der Fahrpreise für die klimatisierte Zweite Klasse.

Die dritte Klasse ist nie klimatisiert, und die Sitzbänke sind alles andere als bequem. Die meisten ausländischen Besucher reisen entweder in der klimatisierten oder in der nicht klimatisierten Zweiten Klasse.

In Langstrecken-Zügen gibt es in der klimatisierten und in der nicht klimatisierten Zweiten Klasse, und natürlich der Ersten, Schlafwagen. Tatsächlich sind die meisten Waggons der Zweiten Klasse in Langstrecken-Zügen Schlafwagen.

Abgesehen von den verschiedenen Klassen gibt es auch verschiedene Kategorien von Zügen. Normale Personenzüge sind am langsamsten und halten in den kürzesten Intervallen. Schnellzüge (rapid trains), Express-Züge und Sonder-Expresszüge (special express trains/) halten seltener und fahren höhere Geschwindigkeiten.

Auf der Ost-Linie werden nur Schienenbusse eingesetzt. Auf der Süd- und auf der Nord-Linie gibt es Sonder-Schienenbusse (special diesel rail cars), die zwar noch schneller sind als Sonder-Express-Züge, in denen es aber keine Schlafwagen gibt, und deren Waggons geradeso wie Luxusbusse oder die Kabinen von Verkehrsflugzeugen möbliert sind - was den Komfort betrifft, im Vergleich zu den traditionellen Zügen eher ein Rückschritt.

In den klimatisierten Schlafwagen der Zweiten Klasse sind die unteren Betten stets entschieden angenehmer als die oberen. In den oberen Betten hat man eine Deckenöffnung der Klima-Anlage entweder 30 oder 40 Zentimeter vom Fussende oder vom Kopfende entfernt, und aus solcher Nähe ist der kalte Luftzug eher unangenehm. In den thailändischen Schlafwagen werden die Betten um etwa 9:00 Uhr abends hergerichtet. Es gibt Leintuch, Kissen und eine Decke. Kissen und Decke sind frisch bezogen.

Wie schon erwähnt, gibt es in allen thailändischen Langstrecken-Zügen Speisewagen, in denen überraschend gute Thai-Gerichte serviert werden. Für die Fahrgäste in den Waggons der Ersten und der Zweiten Klasse gibt es ausserdem volle Menüs (Obst als Nachspeise), die in den Waggons selbst serviert werden. Dazu werden Klapptische aufgebaut, die recht stabil sind. In der Regel stehen zwei Menüs zur Auswahl.

Für längere Zugfahrten ist es stets empfehlenswert, Schlafwagenplätze frühzeitig zu reservieren (wenigstens eine Woche im voraus), besonders dann, wenn man sicherstellen will, dass man für die Übernachtung ein unteres Bett bekommt. Wer nur eine kurze Ausreise nach Penang machen will, um sich dort ein neues Visum zu besorgen, dem ist unbedingt zu empfehlen, auch für die Rückfahrt schon eine feste Reservierung zu machen.

Für Umbuchungen wird eine Gebühr verlangt. Nicht benutzte Fahrscheine müssen innerhalb von drei Stunden nach Abfahrt des Zuges zur Rückerstattung des Fahrpreises zurückgegeben werden. Es wird eine Gebühr abgezogen.

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Reise-Informationen / Essen in Thailand / Getranke

Bier in Thailand der starken Besteuerung wegen teuer ist. Besucher des Landes, die auf ihr flüssiges Brot aber nicht verzichten wollen, finden gutes Bier vierer Marken, Singha, Kloster, Amarit, und seit Mitte 1993 auch Carlsberg. Das teuerste Bier ist Kloster.

Trinkwasser in Bangkok und im ganzen Land ist von ausgezeichneter Qualität. Die Rede ist dabei natürlich nicht vom Leitungswasser. Obwohl inzwischen allgemein behauptet wird, das Leitungswasser in Bangkok sei ausreichend gechlort, um es ohne Risiko trinken zu können, hält man sich nicht nur des Geschmacks wegen, sondern auch aus Gesundheitserwägungen am besten an abgefülltes Trinkwasser.

Das klassische thailändische Trinkwasser ist Polaris. Die Marke hatte in Thailand lange Zeit eine derartig führende Position, dass inzwischen der Name Polaris gleichbedeutend ist mit abgefülltem Wasser. Wer abgefülltes Trinkwasser will, egal welcher Marke (und inzwischen gibt es Dutzende), der frägt nach Nam Polaris (Polaris-Wasser).

Dabei gibt es einen guten Grund, der Marke Polaris vor generischem Polaris-Wasser den Vorzug zu geben: bis heute ist es das bestschmeckende aller abgefüllten Wässer und ausserdem ist es ozonbehandelt, was jede Verschmutzung durch lebende Mikroben getilgt hat.

Abgefülltes Trinkwasser bekommt man praktisch überall in Bangkok und ganz Thailand. Der Standardpreis in Bangkok ist 5 Baht pro Plastikflasche von fast einem Liter, gleichgültig um welche Marke es sich handelt. (Da Polaris das teuerste der abgefüllten Wässer ist, machen Händler, die andere Marken verkaufen, einfach mehr Profit.)

Auf Busbahnhöfen und in touristisch frequentierten Restaurants werden bisweilen auf Halbliter-Flaschen verkauft. Wenn überhaupt, sind diese nur unwesentlich billiger als die Literflaschen, etwa 4 Baht statt 5 Baht. Wo allerdings die Halbliter-Flasche 5 Baht kostet, wird für die Literflasche natürlich ein höherer Preis verlangt. Polaris-Wasser wird ausser in Plastikflaschen auch in Glasflaschen verkauft, die oft etwas teurer sind.

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Reise-Informationen / Essen in Thailand / Thai-Kache

kulinarischen Atlas einzuordnen, versteht man sie, wie schon anfangs erwähnt, am besten als ein Mischung chinesischer und indischer Einflüsse. Was aber keineswegs bedeutet, die Thai-Küche sei eine bunte Zusammenstellung indischer und chinesischer Gerichte. Die Thai-Küche ist, was die Gerichte betrifft, einzigartig. Der chinesische und indische Einfluss äussert sich eher in Methoden der Zubereitung, sowie den Zutaten.

Aus dem chinesischen kulinarischen Kulturkreis stammt zum Beispiel die Art und Weise wie zahlreiche Gerichte in der Wok-Pfanne nur kurz angebraten werden; "chinesisch" sind ausserdem die häufige Verwendung von Nudeln, sowie eine Reihe von Zutaten wie etwa Soyakuchen. "Indisch" an der thailändischen Küche sind zum Beispiel Currys; allerdings werden Thai-Currys oft ohne Kokosmilch zubereitet.

Doch obwohl die oberen Eingrenzungen die Thai-Küche klassifizieren, ist sie damit noch nicht beschrieben. Die Thai-Küche Europäern zu beschreiben, ist allerdings ein schwieriges Unterfangen - in erster Linie deshalb, weil sie von der europäischen Küche so total verschieden ist, dass die Vergleichsmomente fehlen.

Und weil sich das Fremde so viel schwerer beschreiben lässt als das halbwegs Bekannte, und weil die geschmackliche Wahrnehmung, obwohl beides mit dem Mund zu tun hat, so viel schwerer in Worte zu fassen ist als die bildliche, lernt man bei einer stilechten Thai-Mahlzeit sehr viel mehr über die Thai-Küche als beim Studium kulinarisch-kultureller Bücher.

Die grundsätzliche Philosophie der Thai-Cuisine ist es, dass bei einem luxuriösen Mahl möglichst viele völlig verschiedene Geschmackskomponenten sich kontrapunktisch gegenübergestellt werden. Deshalb ist in einem erstklassigen Thai-Restaurant eine Speisekarte, welche die volle Bandbreite der thailändischen Küche abdeckt, essentiell.

In dem Bemühen, möglichst viele unterschiedliche Geschmackskomponenten einander gegenüberzustellen, ist die thailändische Cuisine von jeglicher europäischen Cuisine total verschieden. Denn in der europäischen Cuisine lautet die Frage: was passt zueinander? Welche Beilage zu welcher Sosse, welcher Wein zu welchem Fleisch?

In der thailändischen Küche im wesentlichen vier Geschamckskomponeneten: scharf, sauer, süss und salzig. In einem thailändischen Menü sollten alle vier vorkommen, wobei zahlreiche Gerichte schon auf irgendeine Art und Weise zwei der vier Geschmackskomponenten kombinieren.

Natürlich gibt es die erwähnten Geschmackskombinationen in verschiedenen Nuancen, und ein einziges scharf-saures Gericht, und ein weiteres das süss und salzig ist, macht noch kein thailändisches Festessen. Vielmehr hat eine Mahlzeit um so mehr Prestige, je mehr verschiedene Gerichte aufgetragen werden.

Gerade die Kombinationen scharf/sauer und süss/salzig sind der europäischen Cuisine fast fremd. Doch in Thailand ist scharf/sauer der Nationalgeschmack (er zeichnet die Tom-Yam-Suppe aus - das thailändische Nationalgericht); und süss/salzig ist die Geschmackskombination, in der Thais oft Obst essen: Papayas werden mit Salz bestreut, Orangensaft wird nicht nur gezuckert, sondern auch gesalzen, und grüne Mangos werden am liebsten mit Anchovispaste gegessen.

Die Geschmackskomponenten "sahnig" und "nach Wein schmeckend" sind dafür in der Thai-Cuisine völlig unbekannt.

Ein weiterer Gesichtspunkt unterscheidet die Thai-Küche ganz und gar von der europäischen; es handelt sich dabei nach europäischer Tradition sogar geradezu um einen Frevel: die Speisenfolge. Es gibt nämlich keine.

Und, aus europäischer Sicht noch schlimmer: es wird an einem thailändischen Festtisch eine grosse Zahl von Gerichten durcheinandergegessen: mal ein bisschen scharfes Huhn, mal ein bisschen saure Suppe, dann etwas Gemüse mit salziger Fischpaste.

Das müsste man sich mal in einem feinen französischen Restaurant vorstellen: mal einen Happen Coq au vin, dann einen Happen Steak "Cafe de Paris", gefolgt von Hummer ? la Thermidor, ein paar Löffel Bouillabaisse, dann wieder Coq au vin - und dazu Krabbencocktail, den man mit einer echten französischen Zwiebelsuppe herunterspült.

Unmöglich!

Sowieso.

Denn die französische Küche wurde nicht nach dem Gesichtspunkt sich abwechselnder Geschmackskomponenten kreiert, sondern mit dem Ziel, dass Geschmackskomponenten sich ergänzen.

Da ist zwischen der thailändischen und der französischen Küche ein Unterschied wie zwischen klassischer thailändischer Musik und Wiener Walzer.

Nur in einem sind sich beide Cuisines gleich: sie sind jeweils Ausdruck von Kultur.

Und die thailändische Musik und die thailändische Cuisine folgen grundsätzlich anderen Harmonie-Lehren als die europäische klassische Musik und die französische Küche.

Thailändische Speisen wurden über die Jahrhunderte so entwickelt, dass man sie am besten so handhabt (oder mundhabt), wie es der Philosophie der thailändischen Cuisine eben entspricht: man deckt eine grosse Anzahl der verschiedensten Gerichte auf und springt vom einen zum anderen.

Da eine möglichst grosse Vielfalt der verschiedensten Gerichte aufzudecken ist, muss ein erstklassiges Thai-Restaurant natürlich zuerst einmal über diese Vielfalt verfügen. Und um eine grosse Vielfalt der verschiedensten Gerichte zu bewältigen, gehen Thais gerne in grösseren Gruppen zum Dinner. Alle Gerichte kommen dann in die Mitte des Tisches, und jeder bedient sich von jedem Gericht.

Zu zweit authentisch Thai essen zu gehen, ist eigentlich schwierig - jedenfalls in einem Thai-Restaurant, das nicht darauf eingerichtet ist, dass viele Gäste, wie in Europa üblich, eben nur als Pärchen kommen.

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Reise-Informationen / Essen in Thailand / Gewarze

Gewürze der thailändischen Küche verraten ebenfalls chinesischen und indischen Einfluss. Wie in der chinesischen Küche, so ist auch in der thailändische Soyasauce ein Universalgewürze; und wie in der indischen, so ist Chili (auf Thai: phrik) ein anderes. Im Gegensatz zur indischen Küche werden Chilischoten allerdings nicht in erster Linie gemahlen, sondern oft nur mehr oder weniger klein geschnittenen. Dies macht es denjenigen Besuchern des Landes, die nur geringe Mengen Chili in ihren Gerichten wünschen, einfach, den Chili auf dem Teller zu separieren und zu meiden. Den Thais ist Chili aber nicht gleich Chili. Es werden mehrere Arten unterschieden.

Phrik lueng gehört zu den schärfsten Chili-Sorten; man erkennt ihn an seiner einladend orangenen Farbe; phrik khi nu ist weniger scharf, und phrik yuak und phrik chi fa sind sogar recht mild. Phrik thai (gemahlener Pfeffer) wird verwendet, auch wenn einem Gericht schon Chili-Schoten beigegeben sind.

Billig und überall erhältlich sind auch grüne Pfefferkörner. Allerdings ist grüner Pfeffer eher ein Gewürz für die europäische als die thailändische Küche, da in scharfen Gerichten der feine Geschmack grünen Pfeffers nicht zur Geltung kommt.

Es gibt eine Reihe weiterer wichtiger Gewürze. Korianderblätter werden in der thailändischen Küche auf die selbe Art und Weise verwendet wie in der europäischen Küche Petersilie; die Blätter sehen sogar ähnlich aus, schmecken aber völlig verschieden - und stets verleihen sie den Speisen einen exotischen Geschmack. Koriander-Wurzel wird, zusammen mit Knoblauch und Pfeffer, verwendet, um Fleisch zu marinieren.

Verschiedene Sorten Ingwer dienen in ganz Thailand dazu, Fleisch, Gemüse und Suppen zu würzen; in Süd-Thailand spielt Gelbwurz (englisch: turmeric) eine wichtige Rolle.

Zitronengras wird über gebratenen Reis, über einer Reihe von Suppen und über Salate gestreut. Die meisten Salate werden mit Essig angemacht. Weitere wichtige Gewürze sind Minze, Basilikum, Kardamon und Pandanus.

Ausser der schon erwähnten Soyasauce werden zahlreiche Speisen mit zwei weiteren Saucen gewürzt: der Fischsauce nam pla, die oft an Stelle von Salz eingesetzt wird, und Tamarindensauce, die in vielen Thai-Gerichten für die säuerliche Geschmackskomponente verantwortlich ist.

Da zahlreiche Thai-Gerichte ausgesprochen scharf sind (ein Umstand, der viele Besucher aus dem Westen nicht begeistert), sei hier angemerkt, dass man das Brennen im Mund am besten entweder mit einem oder zwei Löffel Reis, oder mit einem warmen Getränk (Tee) bekämpft. Einen brennenden Mund mit ein paar Schluck Wasser oder einem kalten Getränk löschen zu wollen, wird erfolglos bleiben. Es wird eher das Gegenteil des erwünschten Effektes erreicht. Mit vier Worten Thai kann man jedoch schon bei der Bestellung kundtun, wieviel Schärfe man verträgt. Phet heisst 'scharf'; mai phet heisst 'nicht scharf' und phet nit noi heisst 'ein bisschen scharf'.

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Reise-Informationen / Essen in Thailand / Thailändische Sassigkeiten

gezuckert sind, völlig verschieden von westlichen Süssigkeiten und Nachspeisen. Erstens basieren sie überwiegend auf Früchten, zweitens haben sie oft einen blumigen Geschmack. Und der wird mit Methoden erreicht, der in der westlichen Küche und Zuckerbäckerei weitgehend unbekannt ist.

So werden zum Beispiel oft die Geruch- und Geschmackstoffe von Substanzen transferiert, die für sich genommen nicht essbar sind - im wesentlichen von Blüten und Blumen.

Um diesen Transfer von Geruchstoffen von Blumen auf Süssigkeiten zu erreichen, gibt es im wesentlichen drei Möglichkeiten. Die einfachste ist, die Süssigkeiten für ein paar Stunden neben den Blumen stehen zu lassen. Eine Nuance des Blumenduftes schlägt sich dabei als Geschmack auf die Süssigkeit nieder.

Die zweite Möglichkeit, die in Thailand besonders verbreitet ist, besteht darin, Blüten in gezuckertes Wasser einzulegen, das dann zu einem Sirup eingekocht wird. Dies wird besonders oft mit Jasmin-Blühten gemacht.

Die dritte Möglichkeit, die in erster Linie für Gebäck geeignet ist, verwendet Räucherstäbchen oder aromatisierte Kerzen, die in einem geschlossenen Behältnis, in das ausserdem das Gebäck gegeben wird, zum Glimmen gebracht werden. Das Ergebnis sind blumengeräucherte Kekse.

Eine weitere Eigenart thailändischer Nachspeisen ist die Verwendung von Früchten, deren Textur völlig verändert wurde: dünne Bananenscheiben werden getrocknet, bis sie so knusprig wie Erdnüsse sind; Erdnüsse werden in einem Sirup eingeweicht, bis sie so weich sind wie Bananen. Dazu gibt es, fremdartig wie es klingen mag, kandierte Bohnen, eingekochte Palmen-Samen und gezuckerte Glasnudeln. - Die in diesem Absatz aufgelisteten Zutaten ergeben, zusammen mit dem weichen Fruchtfleisch junger Kokosnüsse und einem blumigen Sirup, einen Frucht-Cocktail, der in Thailand eine Standard-Nachspeise ist wie in Europa Pudding.

Während die blumigen Frucht-Cocktails eine Nachspeise sind, deren geheimnisvolle exotische Geschmacks-Kombination jeden kulinarisch interessierten Reisenden begeistern wird, kann dies von einfacheren Süssigkeiten nicht unbedingt behauptet werden. Thailändische Billig-Süssspeisen werden oft aus dazu besonders geeigneten Reis-Arten eingekocht, wobei viel Zucker, irgendein künstlicher Farbstoff und womöglich noch Stärkemehl, oder aber Kokosmilch, beigegeben wird. Das Resultat ist eine süsse, klebrige und sehr füllende Teigmasse, die als Würfelchen zu Minimalst-Preisen verkauft wird.

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Reise-Informationen / Essen in Thailand / Tropische Frachte

grössere, bessere und preisgünstigere Auswahl tropischer Früchte geben würde als in Thailand.

Wie gross die Auswahl tatsächlich ist, und wie preisgünstig obendrein, wird allerdings nur derjenige Besucher des Landes erfahren, der zur richtigen Jahreszeit erscheint. Die touristische Hochsaison, Dezember und Januar, umfasst ausgerechnet die beiden Monate, in denen das Angebot am knappesten und die Preise am höchsten sind.

Das ist insofern kein Wunder, da Dezember und Januar auch in Thailand (das ja wie Europa auf der nördlichen Halbkugel liegt) die Wintermonate sind - auch wenn dem Besucher die Temperaturen keineswegs winterlich erscheinen mögen.

Für den Liebhaber tropischer Früchte ist das Ende des thailändischen Sommers, also der Monat Mai, der mit Abstand günstigste Monat für einen Thailand-Besuch. Im Mai ist die Auswahl an tropischen Früchten am grössten, und die Preise für die Sorten, die Ende Sommer geerntet werden, sind am niedrigsten.

Allerdings ist es keineswegs so, dass jede Sorte tropischer Früchte ihre Erntezeit im thailändischen Sommer hat. Zunächst einmal gibt es einige Früchte, die das ganze Jahr über erhältlich sind, und bei denen die Preise auch nicht allzusehr schwanken. Unter diesen sind zum Beispiel Bananen, Orangen und Papayas.

Des weiteren gibt es einige wenige Fruchtsorten, deren Ernte auf die thailändische Regenzeit fällt - allen voran die süss-sauren Lanzones-Früchte (auf Thai Langsat). Andere Obst- oder Fruchtsorten, überwiegend solche die aus gemässigten Zonen stammen, werden im thailändischen Winter geerntet, etwa Erdbeeren und Weintrauben.

Doch wie gesagt: für die spezifisch tropischen Früchte (wie zum Beispiel die Durian und die Mango) ist der thailändische Sommer die Erntezeit - denn diesen Früchten kann es zur Ausreifung fast nicht zu warm sein.

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Reise-Informationen / Einkaufen / Bekleidung

ein Vielfaches billiger - nicht nur als in Europa, sondern auch als in Hongkong und Singapur. Günstige Bekleidung ist etwas, womit sich jeder Thailand-Besucher eindecken sollte. Ein Teil der Reisekosten lässt sich gut damit wieder reinholen, dass man sich in Bangkok aufs ganze Jahr mit neuer Bekleidung (ausser Schuhen) versorgt.

Alle Kaufhäuser in Thailand haben grosse Bekleidungsabteilungen. In der Regel sind Bekleidungsartikel in Ständen von Herstellern geordnet.

Noch billiger als in Kaufhäusern sind Textilien in spezialisierten Bekleidungsmärkten, in Bangkok zum Beispiel auf dem Pratunam-Markt beim Indra-Hotel. Dort kaufen übrigens auch Grosshändler ein. Bessere Qualität bekommt man aber normalerweise in den Kaufhäusern.

Probleme mit den Grössen kann man bekommen, wenn man als Mann über 100 Kilo, als Frau über 70 Kilo wiegt - das gilt für Kaufhäuser ebenso wie für Textilmärkte.

Von vielen Geschäften werden Schuhe und Accessoires aus Krokodilsleder angeboten. Da Krokodile zu den gefährdeten Tierarten gehören, ist der Import von Produkten aus Krokodilleder nach Europa verboten; das gilt jedoch in erster Linie für Handelsware, und man muss nicht befürchten, auf Socken durch europäische Zollschranken zu marschieren, weil man zuvor Schuhe aus Krokodilsleder getragen hatte.

Das in Thailand verarbeitete Krokodilsleder stammt praktisch ausschliesslich aus Krokodilsfarmen, nicht von in der Wildnis gejagten Krokodilen. Krokodilsfarmen sind in Thailand ein grosses Geschäft. Geld wird dabei stets auf drei Arten verdient: indem man von Touristen Eintrittsgeld verlangt, damit sie sich Krokodile anschauen dürfen; aus der Vermarktung des Fleisches (das besonders Chinesen als wahre Wunder-Diät gilt); und aus dem Verkauf des Krokodilsleders.

Punkt zwei und drei sind engagierten Naturschützern natürlich ein Greuel. Ob das rational begründbar ist, das ist die andere Frage. Denn die gegenwärtige Situation beweist eindeutig, dass das Überleben derjenigen Tierarten am besten gesichert ist, aus denen der Mensch einen Nutzen zieht. Schweine, Rinder und Hühner sind gesicherte Arten, obwohl sie vom Menschen massenweise abgeschlachtet werden - oder gerade deshalb.

Thailand hat nach wie vor eine der höchsten Elefanten-Populationen der Welt, nicht weil die Dickhäuter unter Tierschutz stünden, sondern weil sich mit ihnen als touristischer Attraktion Geld verdienen lässt - auch in Nationalparks, wo sie in freier Wildnis leben.

Wenn Krokodile in einem nationalen Haushalt nur als Kostenfaktor zu Buche schlagen, dann muss man sich in Ländern der Dritten Welt tatsächlich Sorgen machen, ob sie als Art dort überleben. Lässt sich mit ihnen aber Geld verdienen, wird die menschliche Marktwirtschaft allein schon dafür sorgen, dass die Art überlebt.

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Reise-Informationen / Einkaufen / Edelsteinschmuck

Im Jahre 1990 exportierte das Land Edelsteine im Wert von ungefähr 1,5 Milliarden US Dollar. Mehr als die Hälfte der jährlich auf der Welt verarbeiteten Rubine stammt aus Thailand, hauptsächlich aus der Grenzregion zu Kambodscha. (Es werden auch in substantieller Zahl kambodschanische Rubine nach Thailand geschmuggelt und von dort in alle Welt exportiert.)

In den thailändischen Provinzen Chanthaburi, Kanchanaburi und Phrae werden blaue Saphire abgebaut. Zirkon und Granat gehören zu den anderen Edelsteinen, die in Thailand gefunden werden, und in geringerer Menge gibt es auch Smaragde.

Thailand ist im Prinzip ein günstiger Platz, um Edelsteine und Edelsteinschmuck zu kaufen - vorausgesetzt, man ist damit zufrieden für ein vergleichbares Schmuckstück vielleicht die Hälfte bis zwei Drittel dessen zu bezahlen was man in Deutschland hinzublättern hätte - und hat nicht Flöhe derart im Kopf, zu glauben, man könnte mit dem Kauf von ein paar Edelsteinen, die man zuhause dem Juwelier hinlegt, nachträglich den Thailand-Urlaub finanzieren.

Trotzdem gibt es immer wieder Touristen, die in Thailand auf Edelstein-Betrüger hereinfallen. Dabei gilt, wie allgemein, dass moralfeste Leute sehr viel schwieriger zu betrügen sind, als solche, deren Grundeinstellung es ist, es mit der Ehrlichkeit selbst nicht so genau zu nehmen.

Denn meistens werden diejenigen Touristen, die beim Kauf von Edelsteinen oder Edelstein-Schmuck hereingelegt werden, mit irgendwelchen Geschichten geködert, es winke ein besonders gutes Geschäft auf Kosten irgendwelcher anderer Leute. Zum finanziellen Verlust kommt dann bei Leuten, die bei Edelstein-Geschäften hereingelegt werden, ausserdem der Gesichtsverlust - jemanden anderen wollten sie reinlegen, aber reingelegt wurden am Schluss sie selbst.

Die Betrüger im Edelstein-Geschäft (es gibt sie hauptsächlich in Bangkok) suchen sich als Opfer stets solche Ausländer aus, die selbst zu einem Betrug gewillt sind, wenn die Aussichten, dabei erwischt zu werden, gering sind. Dieser Maxime entsprechen denn auch die Geschichten, mit denen die Betrüger aufwarten.

Zunächst müssen die Betrüger sich natürlich ins Vertrauen ihrer Opfer einschleichen. Die Touristen lernen sie in der Regel als hilfsbereite thailändische Studenten kennen, die sich erbieten, den Ausländern ein paar Sehenswürdigkeiten zu zeigen oder ihnen einen Einblick ins thailändische Leben zu geben, wie es wirklich ist. Und dann wird den Touristen, ganz sachte, die Geschichte untergeschoben, mit der sie hereingelegt werden.

So kommt es zum Beispiel vor, dass der angebliche Student den naiven, aber selbst betrugswilligen ausländischen Besuchern erzählt, die thailändische Regierung habe den gesamten Edelsteinhandel einer strengen Kontrolle unterworfen. Alle Steine im normalen Handel seien, zum Beispiel, mit einer Steuer von 50 oder 100 oder 200 Prozent belegt, und das selbe gelte für Steine, die aus Thailand exportiert werden.

Doch man könne dem Staat ein Schnippchen schlagen. Es gebe nämlich auch einen Schwarzmarkt für Edelsteine, und die dort erhältlichen Steine würden an der Steuer vorbeigeschleust. Oder überhaupt seien diese Steine aus den vom Staat streng bewachten Minen gestohlen und herausgeschmuggelt worden.

Zufälligerweise nun kenne der hilfreiche Student eine Familie, in der der Vater oder der Onkel oder Cousin in einer Edelsteinmine arbeite, und es sei diesem gelungen, dort ein paar Rubine oder Saphire mitgehen zu lassen. Die könne man jetzt zur Hälfte oder zu einem Viertel ihres tatsächlichen Wertes kaufen. Und in der Heimat könne man diese Steine leicht bei jedem Juwelier mit Gewinn losschlagen. (In Thailand selbst gehe das nicht, weil die Juweliere nur Steine kaufen dürften, bei denen zertifiziert sei, dass sie legal aus den Minen ausgeliefert und ordnungsgemäss versteuert seien.)

Diese Geschichten sind natürlich von vorne bis hinten Unsinn: weder ist der Edelsteinhandel in Thailand vom Staat monopolisiert, noch werden irgendwelche exorbitanten Sondersteuern erhoben, noch werden für den Kauf oder Verkauf von Edelsteinen oder Edelstein-Schmuck irgendwelche Zertifikate benötigt. Es herrscht in Thailand freie Marktwirtschaft.

Trotzdem fallen Ausländer oft genug auf solche oder ähnliche Geschichte herein. In den englischsprachigen Zeitungen Thailands, der Bangkok Post und der Nation, liest man bisweilen einen Leserbrief solcherart gelinkter Touristen. Die meisten Betrogenen werden sich jedoch hüten, die eigene Geschichte publik zu machen, da sie meist ein negatives Licht auch auf das Opfer wirft.

Eine Variante, die ebenfalls virtuos gespielt wird, baut auf der Gewilltheit vieler Leute auf, die Notlage anderer Menschen schamlos auszunützen. Die Geschichten, mit welcher die Schwindler aufwarten, enthalten dann einen diskreten Hinweis, dass Edelsteine oder Schmuck von dieser oder jener Person weit unter dem tatsächlichen Wert verkauft werde, weil diese Person gerade dringend Geld brauche, um die Herz-Operation eines Babys zu bezahlen - und es sei dringend, weil das Baby schon in Lebensgefahr schwebe.

Wiederum wird die Geschichte mit irgendwelchen Details ausgeschmückt, die begründen sollen, warum der Schmuck nur an einen Ausländer verkauft werden könne (nicht versteuerte Erbschaft, oder sonst irgendwelcher Unsinn).

Und stets wird freizügig mit dem Hinweis hantiert, der Schmuck könne im Heimatland des Touristen mit grossem Gewinn wieder verkauft werden. Mitleid kann man mit Touristen, die auf eine solche Geschichte hereinfallen, allerdings nicht mehr haben. Wer die Schamlosigkeit besitzt, aus der (wenn auch nur angeblichen) Notlage eines Babys ein Geschäft machen zu wollen, dem geschieht es fast schon recht, wenn er dabei eins auf die Nase kriegt.

Wie schon eingangs erwähnt: eine ehrliche Grundhaltung bewährt sich bisweilen auch als Schutz davor, Opfer von Schwindlern zu werden. Wer grundsätzlich nicht dazu bereit ist, unehrliche Geschäfte zu machen, der kann von Edelstein-Betrügern sehr viel schwieriger aufs Glatteis geführt werden.

Auf englisch heisst diese Art von Betrügern übrigens con artist, wobei con eine Ableitung von confidence, dem Wort für Vertrauen ist - ihre Kunst ist es, sich bei ihren Opfern zunächst ins Vertrauen zu schleichen.

Wer in Thailand, besonders in Bangkok, ehrlich Edelsteine oder Edelstein-Schmuck kaufen will, der kann sich über eine grosse Auswahl freuen.

Die einfachste Maxime für den Touristen, der in Thailand Schmuck einkaufen will, ist immer noch, sich an ein gut etabliertes, seriöses Schmuckgeschäft zu halten. Denn für jeden, der nicht selbst Experte für Schmuck ist, bleibt Schmuckkauf in erster Linie eins: Vertrauenssache.

Experte muss man sein, um die Qualität von Steinen beurteilen zu können. Wegen der Qualitätsunterschiede bei Edelsteinen kann es durchaus sein, dass ein billigeres Schmuckstück überbezahlt, ein teureres aber durchaus preisgünstig ist - jeweils im Verhältnis zu seinem etwaigen Wert. Grundsätzlich ist zu empfehlen, sich an vertrauenswürdige Adressen zu halten und nur in Schmuckgeschäften, nie aber von Privatleuten, die man erst kürzlich kennengelernt hat, Schmuck zu kaufen.

Wen Edelsteine ausreichend faszinieren, um zum Experten werden zu wollen, der kann in Bangkok beim Asian Institute of Gemological Science (Tel 513-2112, 513-7044 bis 5) einen einwöchigen Kurs ablegen, auf dem man lernt, Steine zu begutachten. Der Kurs kostet 4.850 Baht (keine Edelsteine inbegriffen, aber ein Lehrbuch). Auch wenn man nach dem Lehrgang etwas mehr Ahnung hat, sollte man sich nicht der Illusion hingeben, man wisse damit genug, um sich als Edelstein-Händler aufzuspielen.

Das Asian Institute of Gemological Science stellt auch Gutachten über die Echtheit und den Qualitätsgrad einzelner Edelsteine aus - ohne sich jedoch auf einen Wert festzulegen. Das Echtheits- und Qualitäts-Zertifikat kostet 599 Baht, wenn man eine Woche drauf warten kann, oder 999 Baht, wenn man es schneller haben will. Die Echtheit von Steinen wird mit einem Gerät überprüft, das ihre Wärmeleitfähigkeit misst.

Als groben Anhaltspunkt kann man sich merken, dass Rubine teurer sind als Smaragde, Smaragde teurer als Saphire, und Saphire teurer als Granat-Steine. Die Masseinheit für die Grösse von Edelsteinen ist international das Gewichts-Karat. Ein Karat entspricht 0,2 Gramm.

Wie ein thailändischer Schmuckhändler der Redaktion dieses Reiseführers erklärte, ist das wichtigste Qualitätsmerkmal von Farbsteinen eben dies: die Farbe. In der Regel wird ein Stein von besonders schöner Farbe höher bewertet, selbst wenn er Einschlüsse aufweist, als ein gleichgrosser Stein, der sauberer, aber von weniger schöner Farbe ist. Der Schmuckhändler wörtlich: "Wenn ein Stein von bester Farbe und ganz sauber ist, und dabei nicht irrsinnig teuer, dann ist Misstrauen angesagt."

Die plumpesten falschen Steine sind natürlich einfach aus Glas. Aber solch plumper Methoden, einfach Glassteine einzufassen, bedienen sich eigentlich nur Strassenbetrüger. Eine Gefahr, der man sich aber sogar in unseriösen Schmuckgeschäften aussetzt, sind Schmuckstücke, in die geklebte Steine eingearbeitet werden. Und das funktioniert so: die Oberfläche eines Edelsteins, der in ein Schmuckstück eingearbeitet wird, ist tatsächlich Rubin oder Smaragd oder Saphir. Darunter wird jedoch mit einem farblosen Spezialkleber ein synthetischer Stein geklebt. Der Betrug kann nur aufgedeckt werden, wenn der Kombinations-Stein aus der Fassung gelöst wird - ein Testaufwand, den wegen der beträchtlichen Kosten auch misstrauische Schmuckkäufer scheuen. (Wie gesagt: die beste Gewähr ist immer noch, Schmuck nur in einem seriösen Geschäft zu kaufen.)

Übrigens, was das Testen betrifft: wer mit einem in Thailand gekauften Schmuckstück zu einem Juwelier in der europäischen Heimat geht, um dort nachzufragen, was ein Schmuckstück, das man etwas verschämt aus der Tasche zieht, eigentlich wert sei, der darf sich darauf vorbereiten, einen absoluten Niedrigstpreis genannt zu bekommen. Denn nichts ärgert deutsche, österreichische oder Schweizer Juweliere so, wie wenn potentielle Kunden ihren Schmuck in Fernost kaufen - und sich dann auch noch bestätigen lassen wollen, dass sie billiger eingekauft haben als bei ihm.

Der so befragte deutsche, österreichische oder Schweizer Juwelier wird an dem Schmuckstück, das ihm gezeigt wird, kein gutes Haar lassen: "Steine so schlechter Qualität werden in Europa gar nicht gehandelt" (auch wenn es sich um exquisite Steine handelt), "mies verarbeitet", "billiges Design" etc. Dabei bezieht er selbst einen Gutteil seines Schmucks aus Fernost!

Eines der grössten Schmuckgeschäfte Thailands, ja sogar ganz Asiens, ist Gems Gallery International Manufacturer in der Rama 6 Road 198/24, Phaya Thai, Bangkok. Das heisst: Schmuckgeschäft ist eigentlich untertrieben. Die Firma betreibt ihre eigenen Edelsteinminen und eine Verarbeitungswerkstatt mit mehr als 300 Goldschmieden. Und das Schmuckgeschäft unter obiger Adresse ist eigentlich eine Ausstellungshalle, so gross ist der Verkaufsraum... und dies, obwohl mit Schmuck eine der kleinsten Waren gehandelt wird.

Bei keinem anderen Schmuckhändler in Thailand findet man eine so enorme Auswahl wie in der Gems Gallery. Nicht nur gibt es einzelne Schmuckstücke wahlweise mit Rubinen, Smaragden oder Saphiren. Bisweilen findet man ein Schmuckstück auch mit einem teureren oder billigeren Stein der selben Kategorie.

Bei den meisten Schmuckstücken, die in der Gems Gallery verkauft werden, ist das Gewicht des jeweils verarbeiteten Steines in Karat genau angegeben. Man weiss also über ein Schmuckstück, das man bei der Gems Gallery kauft, mehr als was man mit dem blossen Auge sieht.

Aber damit nicht genug. In der Gems Gallery hat jeder Besucher beste Gelegenheit, etwas über Edelsteine und ihre Verarbeitung zu lernen. Denn jeder Besucher kann sich in den Klein-Kinos der Gems Gallery einen sehr lehrreichen Lichtbild-Vortrag über Edelsteine und ihre Verarbeitung anzuschauen. Des weiteren wurden einige Arbeitsplätze in den Räumlichkeiten neben der Ausstellungs- und Verkaufshalle eingerichtet, wo Goldschmieden bei der Verarbeitung von Edelsteinen zugeschaut weren kann.

Ein Besuch in der Gems Gallery ist Bestandteil einiger Tour-Arrangements, die von Diethelm Travel angeboten werden. Es besteht selbstverständlich kein Kaufzwang; das Personal der Gems Gallery ist überaus zuvorkommend und unternimmt keinen Versuch, Besucher zum Kauf von Schmuck oder Edelsteinen zu drängen (nach dem Selbstverständnis der Gems Gallery hat man dies auch nicht nötig).

Während fast ganz Thailand für Edelsteine berühmt ist, ist es speziell die Insel Phuket für Perlen. Im Umkreis von Phuket gibt es gleich mehrere Perlenfarmen, und Perlenketten werden in zahlreichen Schmuckgeschäften Phukets angeboten.

Bei echten Perlen richtet sich der Wert nach drei Gesichtspunkten: der Farbe, der Gleichmässigkeit und der Grösse. Den Laien wird überraschen, dass von diesen drei Qualitätsmerkmalen die Grösse dasjenige ist, das sich am deutlichsten auf den Preis auswirkt. Die meisten Austern, in die ein Sandkorn eingeschleust wird, hören einfach auf, Perlmuttschichten um den Eindringling zu legen, sobald die Perle eine gewisse Grösse erreicht hat. Wirklich grosse Perlen sind extrem selten. Abhängig hauptsächlich von der Grösse der Perlen kann eine Kette zwischen 8.000 und 200.000 Baht kosten.

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Reise-Informationen / Einkaufen / Gold

sehr viel gelber ist als europäische Goldlegierungen. Im Gegensatz zu Edelsteinen und Edelstein-Schmuck ist der Kauf von Goldschmuck in Thailand jedoch alles in allem eine risikolose Angelegenheit und ausserdem eigentlich immer ein gutes Geschäft.

Dies ist der Fall, weil in Thailand Goldschmuck quasi eine Ersatzwährung ist, in der viele Leute ihre Ersparnisse anlegen. Als Käufer von Goldschmuck hat man in Thailand eine sehr viel bessere Kontrolle über den Wert des Stückes, das man kauft, als dies irgendwo in Europa der Fall wäre, und Goldschmuck ist in Thailand auch fast immer billiger.

Eine bessere Wertkontrolle hat man in Thailand, weil sich der Preis von Goldschmuck stets aus zwei Komponenten zusammensetzt: dem Preis für das Metall und dem Preis für die Anfertigung des Schmuckstücks.

Der Handel mit Goldschmuck wird in Thailand entschieden dadurch erleichtert, dass fast alle Gold-Schmuckstücke in wenigen Standard-Gewichten angefertigt werden. Die Grundgrösse ist dabei das Gewichts-Baht, das nicht mit der thailändischen Währung, dem Baht, zu verwechseln ist. Ein Gewichts-Baht hat genau 15,16 Gramm. Das ist unwesentlich mehr als eine halbe Feinunze (troy ounce, 31,103 Gramm), die international gängige Gewichtseinheit für Gold.

Goldschmuck wird in Thailand meist so gefertigt, dass er entweder ein halbes Baht, ein Baht oder zwei Baht wiegt.

Traditionelle Goldläden in Thailand fungieren eigentlich weniger als Einzelhandelsgeschäfte im eigentlichen Sinne, sondern eher wie Börsen - und als Pfandhäuser. Es wird nämlich keineswegs einfach nur Goldschmuck verkauft, sondern auch Goldschmuck zurückgekauft oder als Kollateral für Kleinkredite entgegengenommen. Zu erkennen sind die traditionellen Goldläden, von denen die allermeisten in chinesischem Besitz sind, an der typischen roten Dekoration.

Wie schon oben erwähnt, setzt sich in traditionellen Goldgeschäften der Preis eines Schmuckstücks aus dem Preis für das Metall und aus dem Preis für die Anfertigung zusammen. Für die Anfertigung der Schmuckstücke werden sehr niedrige Preise verlangt. Bei den meisten Schmuckstücken liegt der Preis für die Anfertigung (making charge) bei rund 150 Baht. In der Chinatown von Bangkok, wo es besonders viele Goldläden gibt, beträgt die Anfertigungsgebühr oft sogar nur 125 Baht.

Wenn in Touristenbezirken ein gesplitteter Preis für Goldschmuck verlangt wird, liegt die Anfertigungsgebühr oft höher, etwa um die 250 Baht (etwa 17 Mark).

Wie an den Metallpreisen für Schmuckstücke erkennbar ist, operieren die traditionellen Goldläden in Thailand mit überaus niedrigen Profitmargen. Um dies an einem Beispiel zu verdeutlichen: Am 2. Dezember 1991, berechneten die Goldläden in Bangkok bei einem Schmuckstück von genau einem Baht Gewicht einen Materialpreis von 4650 Baht (Währung). Der gängige Rückkaufswert war 4550 Baht. Bei einer Anfertigungsgebühr von 150 Baht heisst dies: ein Goldladen verkaufte ein Schmuckstück von einem Baht Gewicht zu 4800 Baht (4650 Baht für das Metall, 150 Baht für die Arbeit), hätte das selbe Schmuckstück aber am selben Tag für 4550 Baht zurückgekauft.

Die Handelsspanne beträgt also insgesamt nur 250 Baht - also nur rund 5 Prozent. Bei welcher anderen Ware, bitteschön, ist die Handelsspanne so gering? Und welche andere Ware, bitteschön, kann man jederzeit dort wo man sie gekauft hat oder bei irgendeinem anderen Laden der selben Branche zurückgeben - und bekommt dabei nur 5 Prozent auf den gegenwärtigen Neupreis abgezogen? Goldschmuck ist wirklich ein Dauer-Gelegenheitskauf in Thailand.

Und um wieviel teurer als Barrengold ist thailändisches Schmuckgold? Am 2. Dezember 1991 betrug der internationale Mittelkurs für eine Feinunze Gold laut Bangkok Post vom 3. Dezember 1991 genau 368,25 US-Dollar. Der Mittelkurs für den Dollar war an diesem Tag 25,43 Baht. Das übersetzt sich in einen Mittelkurs von 9346,59 Baht pro Feinunze Gold, oder 4551,78 Baht (Währung) pro Gewichts-Baht.

Nun ist zwar Thai-Gold reiner als das in Europa gängige Schmuckgold: der Goldgehalt ist tatsächlich 95 bis 96 Prozent, während er bei europäischem Schmuckgold oft deutlich weniger ist.

Daraus lässt sich errechnen, dass der reine Goldwert eines Schmuckstückes von einem Baht Gewicht am 2. Dezember 1991 bei etwa 4324 Baht lag. Das heisst, dass man für ein Gold-Schmuckstück von einem Baht Gewicht, das man am 2. Dezember 1991 für 4800 Baht kaufte, tatsächlich für 4324 Baht Gold bekam, auf den Goldwert also gerade mal 11 Prozent draufbezahlte - für die Anfertigung, den Händlerprofit, und was als Unkosten sonst noch dazukommt. Da ist in vielen europäischen Ländern allein schon die Mehrwertsteuer höher!

Zwar hat zum 1. Januar 1992 auch Thailand die Mehrwertsteuer eingeführt. Was die Bestimmungen für den Goldhandel aber im einzelnen auch sein mögen - eine Mehrwertsteuer wird dem Kunden in den traditionellen Goldgeschäften bisher (Ende 1994) nicht berechnet. Und nach wie vor gehört Goldschmuck zu den besten Käufen in Thailand.

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Reise-Informationen / Einkaufen / Kunst und Antiquitaten

Siam, hat über die Jahrhunderte einem enormen Output an Kunst produziert, allem voran Buddha-Statuen. Das war, und ist, nicht in erster Linie auf Freude an schöner Form zurückzuführen (ein wichtiger Impuls in der alten griechischen u